Rumänien – Glückliche Gesichter bei Familie Florea

florea01

Im Report von September 2015 berichteten wir über Familie Florea:

„Bildung ist mit das Wichtigste, wenn man im Leben etwas erreichen will“, sagt Daniel Florea voller Überzeugung. „Als Kind war mir das noch nicht bewusst, deswegen besitze ich kaum Bildung und finde keine Arbeit. Aber unseren Kindern soll es später besser gehen, deswegen schicken wir sie zur Schule.“

Daniel (33) und Mariana (30) haben zwei Söhne: Marian (9) und Vlad (7). Die Wohnverhältnisse der Familie spiegeln die fehlende Bildung der Eltern und die damit verbundene Arbeitslosigkeit wider. Daniel besuchte nur zwei Jahre die Schule. Sein Vater arbeitete als Kuhhirt für die Dorf-Farm. Daniel begleitete seinen Vater schon als kleiner Junge zur Arbeit und verliess dann nach zwei Jahren die Schule, um selbst als Kuhhirt zu arbeiten. „Ich war so naiv und habe gedacht, dass ich so mein Auskommen hätte. Doch jetzt gibt es die Dorf-Farm nicht mehr, und ich finde keine Arbeit“, erzählt er kopfschüttelnd. „Heute verkaufe ich Altmetall und sammle Beeren im Wald. Mein Einkommen ist minimal. Wir leben vom Kindergeld und dem wenigen Geld, das ich durch den Verkauf verdiene.“ Mutter Mariana hat die Schule gar nicht besucht und ist ebenfalls arbeitslos.

Deswegen gehen beide Söhne zur Schule. Marian wurde ein Jahr später eingeschult, denn er litt zum eigentlichen Einschulungstermin an Hepatitis. Vlad besucht die erste Klasse. „Schule ist für unsere Kinder Pflicht. Aber wir haben Angst, dass sie es besonders schwer haben werden, denn wir können ihnen nicht helfen“, sagt Mariana.

Wenn man Familie Florea besucht, denkt man, sie hätte gerade gewaschen. Auf dem Zaun hängen dicht nebeneinander Teppiche und Decken. Doch sie bilden den Zaun. Sie sind auf einfachen Holzgerüsten aufgehängt und sollen so der Familie ein wenig Privatsphäre und Schutz geben. Eine Tür sucht man vergebens. Will man ins Haus, muss Daniel Sperrholzplatten beiseite schieben. Das Haus besteht nur aus einem Raum es gibt weder Strom noch fliessendes Wasser. Es wurde aus Holz und Lehm gebaut, das Dach besteht aus einigen alten Planken und Plastikplanen, die durch Steine und Holz beschwert werden. „Eines Tages wird uns unsere gesamte Hütte um die Ohren fliegen“, sagt Daniel.

Es wird der erste Winter sein, in welchem Familie Florea in ihrem neuen Zuhause wohnen darf. Dank Ihrer grosszügigen Spenden konnten wir das Baumaterial bezahlen, und mit vereinten Kräften wurde rechtzeitig vor Einbruch der Kälte ein einfaches, aber solides Haus fertiggestellt. Die Freude der ganzen Familie ist riesengross; das Glück stand den Eltern, welche selbst tatkräftig Hand angelegt hatten, bei unserem Besuch buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Mariana und Daniel bedanken sich ganz herzlich bei allen Spendern, welche dieses Projekt dank ihren Gaben und Gebeten möglich gemacht haben. Möge Gott Sie reichlich segnen!

Armenien – Erleichterung bei Ani

Frau und zwei Kinder mit Lebensmitteln

Im Report von November 2016 berichteten wir über Anis Familie:

„Die neuen Schuhe sind wunderschön!“ Narines (7) Augen strahlen. „Endlich hänseln mich die Kinder nicht mehr, weil meine Schuhe und meine Kleidung zerschlissen sind. Ich hatte bereits Angst davor, zur Schule zu gehen. Aber jetzt nicht mehr.“

Als Mutter Ani (27) ihre Tochter Narine schwärmen hört, huscht ein Lächeln über ihr ansonsten ernstes Gesicht. „Hoffentlich wachsen die Kinder nicht so schnell, damit sie die Kleidung lange tragen können“, sagt sie und wird wieder ernst. Die täglichen Existenzsorgen stehen ihr ins Gesicht geschrieben.

Ani lebt mit ihren drei Kindern Narine, Anahit (6) und Tigran (3) in ständiger Sorge ums Überleben. Ihr Mann und Vater der Kinder starb als Gastarbeiter in Russland. Aufgrund verschiedener Krankheiten und notwendiger Operationen ihrer Schwiegereltern musste Ani ihr Haus verkaufen und einen Kredit aufnehmen. Nun lebt sie mit ihren Kindern und zwei weiteren Familien in einer Drei-Zimmer-Wohnung. Auch ihre geistig behinderte Mutter lebt mit im Haushalt. Das kleine Einkommen – die Behindertenrente der Mutter und Anis Witwenrente – reicht kaum für die Medikamente, die Anis Mutter benötigt. Auch Ani ist krank und müsste dringend wegen eines verdächtigen Knotens in der Brust untersucht und behandelt werden. Aber dafür ist kein Geld da. Oft müssen sogar die Kinder hungrig zu Bett gehen.

Im Rahmen des Diaconia-Projektes „Meine Schule – meine Zukunft“ (Sonderaktion vom Juli 2016) erhielt Narine die benötigte Schuluniform. „Wir sind so dankbar dafür“, berichtet uns Ani.

Dank Ihrer grosszügigen Gaben wandelte sich das Leben von Familie Asatjan nun grundlegend. Sie erhielt Lebensmittel, Bekleidung und Schulmaterial, und Ani konnte sich in einer Klinik untersuchen lassen.Bei ihr wurden eine Geschwulst in der Brust sowie eine Fehlfunktion der Schilddrüse festgestellt. Die dreifache Mutter konnte mit den eingegangenen Spenden behandelt und die Geschwulst entfernt werden. Gott sei Dank stellte sie sich als gutartig heraus. Ani wird noch weitere Kontrolluntersuchungen über sich ergehen lassen müssen – die Kosten dafür, wie auch für die benötigten Medikamente, dürfen wir dank Ihrer Spenden begleichen. Die Freude und Dankbarkeit von Familie Asatjan sind mit Worten kaum zu beschreiben. Ihre Spenden haben das Leben von Ani und ihren Kindern zum Positiven verändert. Herzlichen Dank dafür!

Rumänien – Freude bei Familie Danut

Eltern und zwei Kinder mit Hilfsgütern

Im Oktober 2015 berichteten wir über Familie Danut:

Wenn Antonio (3) bei seinem Vater Marin ist, lächelt er. Dann fühlt er sich beschützt, und sein Arm tut ihm auch nicht mehr so weh. Vor ein paar Wochen fiel er hin und brach sich seinen Arm. Der Verband ist längst völlig verschmutzt, denn weder im Hof noch im Haus hat die Familie einen befestigten Boden.

Antonio lebt mit seinem Vater Marin (40), seiner Mutter Julieta (27) und seiner Schwester Danuta (1) in einem Haus mit einem Raum in Sanpetru, zehn Kilometer von Brasov entfernt. Das Haus ist dunkel und kalt — selbst im Sommer herrschen dort kühle Temperaturen. „Im Winter ist es immer schlimm, aber im vergangenen Winter war es fast nicht auszuhalten. Dann ging noch unser alter Ofen kaputt, und wir mussten uns mit einem alten Fass behelfen“, erzählt Marin. Es gibt weder Strom noch Wasser. Geschlafen wird gemeinsam auf einer alten Schlafcouch. Der staubige Hof ist durch alte Türen und Holzabfälle vom umliegenden Weideland notdürftig abgetrennt.

Marin hat keine Arbeit. Er verliess nach der zweiten Klasse die Schule. Er und seine drei Brüder wurden in der Schule gehänselt. „Mein Vater ist früh gestorben, und unsere Mutter hat versucht, uns irgendwie durchzubringen. Aber wir hatten nichts — auch keine gute Kleidung oder Schulsachen“, erinnert er sich. Aus Scham und Angst brach er die Schule ab — wie viele rumänische Kinder zu dieser Zeit. Jetzt versucht der 40-Jährige, durch Gelegenheitsjobs etwas dazuzuverdienen, denn die Familie lebt vom Kindergeld. Aber nur schwer findet er als Tagelöhner Arbeit auf den Feldern oder dem Bau.

Julieta hatte neun Geschwister. Auch sie stammt aus einer armen Familie. „Meine Mutter hat mich nicht geliebt oder gefördert. Sie hat mich als ‚dumm’ bezeichnet und gesagt, ich sei eine Schande für die Familie. Nach der dritten Klasse hat sie mich aus der Schule genommen, obwohl ich wirklich gut war. Ich musste mich dann um den Haushalt kümmern“, erzählt sie. Gerne möchten sie und Marin ihren Kindern eine schulische Ausbildung ermöglichen – doch es reicht ja noch nicht mal fürs Nötigste.

Die beiden hatten noch ein drittes Kind. Aber die Erstgeborene war behindert und starb im Alter von drei Jahren. Ein Foto von ihr gibt es nicht, nur die Erinnerung ist ihnen geblieben.

Wir durften Familie Danut, dank Ihrer grosszügigen Spenden, helfen und ihr Milchpulver für die kleine Danuta, einen Lebensmittelvorrat, warme Kleidung und Schuhe sowie einen Holzofen und Feuerholz für den kalten Winter liefern. Auch für Baumaterial zur Befestigung von Dach und Boden sorgten wir, so dass der 42-jährige Familienvater das kleine Einzimmerhaus für die kalte Jahreszeit herrichten konnte. Für diese umfassende Hilfe, welche Sie möglich gemacht haben, danken wir Ihnen im Namen der ganzen Familie Danut ganz herzlich!

Armenien – Familie Ghasarjan sagt Danke!

Ehepaar mit vier Kindern

Im September 2016 berichteten wir über die Familie:

Grigor (29) und seine Frau Tanja (25) flohen mit ihren vier Kindern Grigori (5), Maksim (4) Lilit (3) und Armine (2) vor dem Krieg im Osten der Ukraine nach Armenien. Dort war es ihnen gutgegangen. Sie hatten sogar ein kleines Haus in der Stadt Donezk besessen. Jetzt leben sie in Jerewan in zwei Zimmern in einer Wohngemeinschaft. Sie sind froh, dass sie dort umsonst wohnen können, denn Geld besitzen sie keines. Von den Nachbarn werden sie mit dem Allernötigsten versorgt.

Grigor nimmt immer wieder Arbeiten auf dem Bau an, obwohl er wie auch Tanja an Tuberkulose erkrankt ist. Die ganze Familie ist von den Kriegserlebnissen traumatisiert und vor allem die Kinder leiden unter Albträumen. Tanja kümmert sich um die vier Kinder. Ihre mangelnden Armenisch-Kenntnisse machen es ihr unmöglich, eine Arbeit zu finden. Ausserdem ist ihr Gesundheitszustand schlecht. Seit sechs Jahren ist sie in Behandlung und muss immer wieder Zeit im Krankenhaus verbringen. Auch Grigor wird seit einem Jahr behandelt. Die Kinder sind noch gesund, doch die Ärzte warnen, dass sie sich durch die schlechten Lebensbedingungen umso leichter bei den Eltern anstecken könnten.

Wir konnten helfen:

Wir baten Sie um Unterstützung für diese sechs Menschen, und Sie haben reagiert! Dank der Hilfe vieler grosszügiger Spender durften wir Ghasarjans Lebensmittel, Schuhe und warme Kleidung liefern. Auch das wichtigste Mobiliar sowie eine Waschmaschine und einen Gasherd konnten wir zur Verfügung stellen. Tanja war überwältigt, als wir der Familie die Hilfsgüter brachten. „Herzlichen Dank für diese grossartige Unterstützung, die wir erfahren durften“, so die junge Frau mit Tränen in den Augen. Ihre Gaben und Gebete haben diesen Menschen geholfen und ihnen den Schritt in eine hoffnungsvolle Zukunft ermöglicht. Vielen Dank dafür!

Albanien – Weitere Hilfe für Vjollca

Frau und zwei Mädchen

Im November 2015 und Januar 2016 hatten wir bereits über Vjollca berichtet. Doch sie benötigte weitere Hilfe.

Nachdem wir Vjollca einige Ziegen gebracht hatten und sie sich als sehr vertrauenswürdig im Umgang mit der gegebenen Hilfe erwiesen hatte, mussten wir nicht lange überlegen, als eine weitere Not – ein zusätzlicher Wohnraum, da weitere Verwandte bei ihr eingezogen waren – aufkam.

Dank Ihrer Spenden durften wir vor wenigen Tagen einen zusätzlichen Wohnraum und ein Badezimmer fertigstellen. Das vorab durch ein Bauunternehmen gelieferte Baumaterial reichte leider dafür bei weitem nicht aus. Zudem ging diese Firma kurze Zeit später in Konkurs, so dass sie die zugesagten Leistungen nicht mehr erbringen konnte. Dank freier Spenden konnten wir die dadurch entstandene Hilfs-Lücke füllen. Die ganze Familie dankt Ihnen, liebe Spender, von ganzem Herzen für Ihre Zuwendung. Durch Sie wurde das Leben dieser Familie in verschiedener Weise positiv und nachhaltig verändert.

Rumänien – Ein behindertengerechtes Auto für Ionut

1. Bild - Ionut wird von Monica und dem Nachbarn ins Auto gehoben - 2. Bild - Familie Sandru neben Transporter mit Rampe

Im Mai 2016 berichteten wir über Familie Sandru:

Seine Augen lachen, und auch die Mundwinkel kann Ionut schon wieder ein wenig heben. Für ihn und seine Familie ist es ein Wunder, dass er noch lebt und Gefühle ausdrücken kann.

Die Familie hatte 2008 einen schweren Autounfall. Von der Fahrerseite des Autos ist damals nicht mehr viel übrig geblieben. „Die Ärzte haben Ionut keine grosse Überlebenschance eingeräumt“, erzählt seine Frau Monica.

Fast zwei Jahre lag der heute 32-Jährige im Koma. Dann wachte er auf. „Die Ärzte waren völlig aus dem Häuschen, denn sie hatten nicht mehr damit gerechnet. Eric und ich haben immer daran geglaubt, dass Ionut wieder aufwacht“, erzählt die 33-Jährige. Seit seinem Erwachen hat sich Ionut 15 Operationen unterziehen müssen. Seine Genesung geht nur sehr langsam voran. Er kann schon wieder ein wenig sprechen, ist jedoch auf tägliche Therapien angewiesen.

Die Nächte verbringt Ionut bei seiner Familie. „Das tut ihm gut“, weiss Monica. Doch der Familienvater ist auf einen Rollstuhl angewiesen und kann zudem seine Arme und Hände nicht richtig bewegen. Um zu den täglichen Behandlungen zu kommen, muss Monica ihn mit dem kleinen Familienauto fahren. Sie hebt ihn aus dem Bett und setzt ihn in den Rollstuhl. Dann schiebt sie ihn zum Kleinwagen und hebt ihn auf den Beifahrersitz. Der Rollstuhl muss im Kofferraum verstaut werden. „Das schaffe ich ohne Hilfe nicht mehr. Ionut ist schwer, und Eric ist zu klein und zu schmächtig, um mich zu unterstützen.“

Also bittet Monica einen Nachbarn um Hilfe. Obwohl dieser im Schichtdienst arbeitet, lässt er sich wecken und hilft den beiden. „Es ist mir peinlich, aber ich weiss mir nicht anders zu helfen.“ Besonders schlimm ist es, wenn der hilfreiche Nachbar nicht zu Hause ist. „Wir mussten schon Behandlungen ausfallen lassen.“

Dank Ihrer Spenden konnten wir im vergangenen Herbst ein behindertengerechtes Auto kaufen. Durch die hintere Öffnung kann Ionut mitsamt seinem Rollstuhl hineingefahren und fixiert werden, was den Rücken von Monica erheblich entlastet. Geplant ist, schon bald eine Winde am Auto anzubringen, die den Rollstuhl ohne Kraftaufwand in den Wagen zieht. Ionut und Monica bedanken sich bei allen Spendern, die diese so wertvolle Verbesserung durch ihre Gaben ermöglicht haben.

Armenien – Mkrtitsch und Samwel geht es besser

Mann mit zwei kleinen Jungen

Im Oktober 2015 berichteten wir über die beiden Jungen:

„Wenn die eigenen Kinder krank sind, ist das Herz voller Sorgen“, sagt Mariam Surnatschjan und kann nur mit Mühe ihre Tränen zurückhalten. Ihre beiden Kinder sind schwerkrank, und die Kosten für die Behandlungen verschlingen das geringe Gehalt von Vater Watschagan. Mariam hat zwar einen Hochschulabschluss, sie kann jedoch wegen der Kinder nicht arbeiten gehen.

Watschagan und Mariam hofften auf ein schönes Leben und eine gesunde Familie. Als der erste Sohn, Mkrtitsch, 2013 zur Welt kam, schien alles perfekt. Die jungen Eltern wollten alles besser machen und ihren Kindern die Nestwärme geben, die sie selbst als Kinder vermissen mussten. „Wir lieben unsere Kinder von ganzem Herzen. Doch der Alltag ist sehr beschwerlich, und die Sorgen zermürben uns“, sagt sie.

Drei Tage nach der Geburt, am Entlassungstag aus der Klinik, stellten die Ärzte besorgniserregende Werte bei dem Neugeborenen fest. Die Diagnose: Sauerstoffmangel während der Geburt und eine daraus resultierende Schädigung des Gehirns. Ein Schock für die Eltern. Sechs Monate später brachte eine Kernspintomografie Gewissheit: Grosse Teile des Gehirns sind betroffen, massive Bewegungsstörungen sind die Folge.

Mkrtitsch wurde behandelt und lernte, selbstständig zu sitzen und sich etwas fortzubewegen. Doch mit etwa einem Jahr begann er zu krampfen. Seit dieser Zeit leidet er an Epilepsie. Nun muss der Kleine jeden Tag teure Medikamente einnehmen, die extra im Ausland bestellt werden müssen. Ergänzend bekommt er Behandlungen beim Logopäden, Psychologen, Schwimm- und Reitunterricht, Physio- und Ergotherapie. Die Behandlungen sind kostenfrei, aber anschliessend fallen für die Beratung der Ärztin hohe Kosten an.

Eineinhalb Jahre nach der Geburt von Mkrtitsch kam Samwel auf die Welt. Die emotionale Anspannung seiner Mutter während der Schwangerschaft und die schlechten Lebensumstände der Familie haben sich negativ auf seinen Gesundheitszustand ausgewirkt: Das Kind hat einen Herzfehler, sein Kopf ist deformiert und merklich krumm. Samwel braucht einen Schutzhelm, für den die Familie erneut hohe Schulden machen musste.

Dank Ihrer Spenden konnten wir helfen:

Seit unserem ersten Treffen werden Mariam und Watschagan von der Diaconia Kinderärztin begleitet und beraten. Mariam hat sogar einen Kurs für Physiotherapie besucht und kann nun selbst täglich mit Mkrtitsch die wichtigen Übungen professionell durchführen. Das Ergebnis überzeugt: Der kleine Junge kann selbstständig durch die Wohnung laufen und hat sogar begonnen, zu sprechen. Auch von Samwel gibt es Gutes zu berichten: Er wurde am Herzen operiert. Die Kosten übernahm der Staat, und Medikamente benötigt er heute nicht mehr. Dank Ihrer Spenden konnten wir Samwels Helm bezahlen und zusätzlich neue Betten, Bettwäsche, Matratzen, Kleidung und diverse Hygieneartikel liefern. Wir möchten Ihnen gerne den Dank dieser Familie weitergeben. Ohne Ihre Hilfe würde es ihr heute nicht so gut gehen. Sie dankt Ihnen, dass Sie Mkrtitsch und Samwel die Chance auf eine hoffnungsvolle Zukunft geschenkt haben.

Rumänien – Adriana und ihre Kinder sagen Danke!

Frau mit zwei Jungen vor Hütte aus Abfall

Im Oktober 2015 stellten wir Adriana und ihre beiden Söhne vor:

Für Adriana Adam (31) ist das Leben noch nie einfach gewesen. Von ihrem Vater wurde sie abgelehnt, da er lieber einen Jungen gehabt hätte. Ihre Mutter starb an Krebs, als sie fünfzehn Jahre alt war. Sie kam zu ihrer Grossmutter, die sie von der Schule nahm, damit sie mit ihr zusammen auf den Feldern anderer Leute arbeiten konnte. Dafür wurden sie mit Nahrungsmitteln bezahlt.

Mit 19 Jahren lernte sie den 35jährigen Ciprian Caldarar kennen, der ihr ein besseres Leben versprach. Er hatte zwei Jahre lang in Italien gearbeitet. Bei der Hochzeit nahm er Adrianas Familiennamen an, was in Rumänien ungewöhnlich ist. Sie bekamen zwei Söhne, Madalin (heute 11) und Sergiu (heute 9). Als sie mit Madalin im 8. Monat schwanger war, wurde sie von Ciprian schwer misshandelt. Sie fand heraus, dass er ihren Namen angenommen hatte, weil er in Italien wegen Gewalttaten von der Polizei gesucht wurde. Kurz nach Madalins Geburt ging er zum Arbeiten nach Deutschland, brachte jedoch auf seinen Besuchen immer nur etwa 100 Euro mit, die kaum zum Leben reichten. Nach sechs Jahren kam er überhaupt nicht mehr. In den letzten fünf Jahren rief er nur noch ab und zu an, war dann meist betrunken, bedrohte Adriana und verlangte die Scheidung.

Adriana arbeitet gelegentlich für andere Familien und bekommt dafür etwa 50 CHF / 45 Euro im Monat. Zusammen mit Kindergeld und Sozialhilfe kommt sie auf etwa 140 CHF / 128 Euro. Es ist schwer für sie, ihre beiden schulpflichtigen Söhne mit Kleidung, Schuhen und Schulmaterial zu versorgen. Die drei leben in einem 16m² kleinen Raum und schlafen in einem Bett. Wenn es regnet, tropft das Wasser durch das Dach und der Hof um das kleine Haus verwandelt sich in Matsch. Adriana hat Angst, dass das Haus irgendwann zusammenbricht.

Dank Ihrer Spenden konnten wir der kleinen Familie helfen:

Mit Lebensmitteln, Kleidung für Mutter und Kinder, Schulsachen und nicht zuletzt mit einem neuen Ofen und Brennholz brachten wir diesen Menschen etwas Hoffnung und Mut zurück. Das Dach wurde neu gedeckt, die Wände stabilisiert und eine sichere Eingangstür eingebaut. Adriana hat inzwischen sogar eine Festanstellung in einer Reinigungsfirma gefunden. Sie ist zuversichtlich, denn diese Arbeit sichert ihr ein festes monatliches Einkommen von rund 200 Franken (183 Euro). Die zweifache Mutter dankt allen Spendern aufrichtig. „Danke, dass Sie uns geholfen haben. Nun dürfen wir sicher wohnen. Mit meinem Lohn kann ich sowohl für meine Söhne sorgen als auch das Haus instand halten.“ Auch wir schliessen uns diesem Dank an. Die Starthilfe, die Sie Adriana und ihren Söhnen gegeben haben, hat ihnen Hoffnung geschenkt!

Armenien – Ein Kindergarten wie neu!

Kleiner Junge sitzt auf einem Bett

Im Juli 2016 berichteten wir über den Kindergarten in Sanahin:

„Ich mache mir ständig Sorgen, dass die Kinder krank werden könnten“, erklärt Rosa Awetjan, die Leiterin des Kindergartens in Sanahin. Diese Sorge ist nicht unbegründet, denn die sanitären Anlagen sind alt und völlig unzureichend. Die Wasserleitungen sind marode, was sich auch auf den Betrieb in der Küche auswirkt. Das Wasser für die Reinigung des Geschirrs muss aus den Waschräumen geholt werden. Die Gefahr von Erkrankungen ist immer präsent.

In dem Kindergarten, den 29 Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren besuchen, entspricht nur ein Raum den Ansprüchen für eine solche Einrichtung. Er wurde vor dreizehn Jahren mit öffentlichen Geldern renoviert. Der Rest des im Jahr 1986 errichteten Gebäudes ist in einem schlechten Zustand. Daher können auch keine Kinder mehr aufgenommen werden, obwohl dies so wichtig wäre, denn die Stadt Alawerdi, zu der Sanahin gehört, ist von hoher Arbeitslosigkeit betroffen.

Der wichtigste Arbeitgeber, eine Kupferfabrik, ist nur zu 20% ausgelastet, was zu vielen Entlassungen führte. Wer seine Arbeit behielt, musste Lohneinbussen in Kauf nehmen. Diese Situation hat viele Familien in Armut gestürzt. Im Kindergarten haben die Kinder aus diesen armen Familien die Möglichkeit, unbeschwert zu spielen und zu lernen. Ausserdem erhalten sie drei Mahlzeiten am Tag, was für die Eltern eine grosse Erleichterung darstellt.

Dank Ihrer Spenden konnten wir helfen:

Gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen war es uns möglich, die Toilettenanlage komplett zu erneuern und die Wasserleitungen auszutauschen und neu zu verlegen. Zusätzlich sorgten wir für neue Betten, Bettwäsche und diverse Einrichtungsgegenstände für den Schlaf- und Aufenthaltsraum sowie die Küche. Wir danken allen Spendern, die dazu beigetragen haben, diesen Kindergarten in neuem Licht erstrahlen zu lassen!

Armenien – Senioren bekamen warme Winterkleidung

Alte Frau schaut auf Schuhe, die auf dem Tisch stehen

Im Januar 2017 baten wir um Spenden für bedürftige Senioren:

Sie haben ihr Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen und versucht, die Familie zu versorgen und zu beschützen. Jetzt sind sie alt, ihre Kinder teilweise im Ausland. Und oftmals sind sie so arm, dass sie von ihrer kleinen Rente kaum mehr warme Kleidung und Schuhe für sich selbst kaufen können.

Die Situation der alten Menschen in Armenien steht selten im Fokus. Denn sie leiden still. Wie Nelli Sosinjan (74) aus Jerewan. Die gelernte Linguistin hatte zwei Söhne, einer starb 2008, der andere sucht in Georgien nach Arbeit – bisher jedoch ohne Erfolg. Ihre Ehe war schwierig, ihr Mann ist bereits verstorben. Die alte Frau lebt von einer monatlichen Rente in Höhe von 67 Franken (62 Euro). Geld für eine warme Wohnung hat sie schon seit Jahren nicht mehr, auch die Lebensmittel sind knapp. „Ich fürchte den Winter“, sagt sie leise. Dann trägt sie mehrere Kleidungsstücke und Socken übereinander und schlurft mit den alten Stiefeln ihres Sohnes durch die Strassen.

Es gibt insgesamt vier staatliche Altersheime in Armenien. Dort leben rund 1 300 Senioren. Das Angebot reicht aus, da viele Senioren bei ihren Familien oder in eigenen Unterkünften leben. „Die Menschen gehen nicht gerne ins Heim. Dort ist es zwar vielleicht warm und trocken, aber es ist ihnen fremd. Und viele schämen sich, wenn sie ins Heim ziehen“, beschreibt Tsolak Howhannisjan die Situation. Der 89-Jährige hat vier Kinder. Drei leben im Ausland. Tsolaks Frau Rosa ist seit zehn Jahren schwerkrank und bettlägerig. Zur Begleichung der Arztrechnungen musste das Paar seine Wohnung verkaufen. Jetzt teilt es sich mit der jüngsten Tochter Flora und deren Sohn eine kleine Zweizimmerwohnung. Der kleine Junge leidet an Hämophilie (Bluterkrankheit), sodass Flora nicht arbeiten gehen kann. Vier Personen leben von der Rente der Senioren, die gerade mal 193 Franken (180 Euro) beträgt. „Sogar der Kühlschrank bleibt ausgeschaltet, aber wir haben ohnehin kaum etwas zu essen“, meint der 89-jährige Rentner traurig.

Viele Menschen in Armenien, vor allem die älteren, tragen zerschlissene Kleidung und unpassendes Schuhwerk. Sie haben oftmals keine andere Wahl. Aber sie sprechen nicht darüber. Sie ziehen das, was sie haben, übereinander an und hoffen, so die schlimmste Kälte abwehren zu können. Deswegen starten wir dieses Projekt, mit dem Wunsch, so viele warme, gut verarbeitete Wintermäntel und Stiefel an so viele Senioren wie möglich abzugeben.

Dank Ihrer Hilfe war es uns möglich, 53 Senioren warme Winterschuhe und Mäntel zu bringen. Die Freude dieser Menschen lässt sich nur schwer in Worte fassen. Sie alle lassen Sie herzlich grüssen und danken Ihnen, dass sie im vergangenen Winter nicht frieren mussten. Diesem Dank schliessen wir uns sehr gerne an.